Unter dem Motto „Transformation, Quartiersentwicklung und ökologische Landmarken“ und „Lernräume, Handwerkskunst und Lichtarchitektur“ haben wir im Dialog viele architektonisch signifikante Gebäude aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen dürfen.
Uns erwarteten folgende Highlights:
- Haberkorn in Wolfurt (Nona Architektinnen) als Beispiel nachhaltigen Umbaus, ohne die Baufläche zu vergrößern
- Rathausquartier Hohenems – vier Bauten, vier Architekten (Berktold Weber, Ernst Waibel, Cukrowicz Nachbaur und Hermann Kaufmann): Revitalisierung einer von der denkmalgeschützten Villa Rosenthal geprägten Innenstadt.
- Gebäude 2226 in Lustenau (Baumschlager Eberle Architekten), eine ohne klassischer Haustechnik dienende Ikone
- LCT ONE in Dornbirn (Hermann Kaufmann) als Prototyp eines neuen modularen Holz-Hybridbausystems
- Bildungscampus Hittisau (Matthias Bär) beeindruckte mit minimalistischem Zusammenspiel zwischen Holz, Beton, Glas und handwerklichen Details
- Werkraum Bregenzerwald (Peter Zumthor) als Bühne für regionale Handwerkskunst
- Kunsthaus Bregenz (Peter Zumthor) als Beispiel für nutzerorientierte Variabilität von Tageslichteinsatz
Fazit
„Die Exkursion ermöglichte intensive Einblicke in aktuelle Positionen nachhaltiger Architektur. Sie zeigte eindrucksvoll, wie aus dem Zusammenspiel von Innovation, Materialgerechtigkeit und kulturellem Kontext ganzheitlich überzeugende Bauwerke entstehen.“
Brigitte Raos in ihrem Beitrag auf architekturinform.com
„Die Exkursion ermöglichte intensive Einblicke in aktuelle Positionen nachhaltiger Architektur. Sie zeigte eindrucksvoll, wie aus dem Zusammenspiel von Innovation, Materialgerechtigkeit und kulturellem Kontext ganzheitlich überzeugende Bauwerke entstehen.“
Brigitte Raos in ihrem Beitrag auf architekturinform.com
Trotz einer einheitlichen Kernaussage der Projekte konnte mit dem Abwechslungsreichtum der Objekte Inspiration in mehreren Bereichen geschöpft werden – eine Rekalibrierung der eigenen architektonischen Werte und Sichtweise.
„Transformation, Quartiersentwicklung und ökologische Landmarken“
Noch vor Sonnenaufgang ging die Fahrt nach Vorarlberg los, damit der Tag zum Thema genutzt werden kann.

Haberkorn in Wolfurt
Neben einem Lehm- und Holzbau als Engagement für das regionale Handwerk wurde eine ehemalige Lagerhalle mit Einsatz nachhaltiger Materialien zu Büroräumen umgebaut – ein Beispiel für nachhaltiges Bauen im Bestand, ohne die Baufläche zu vergrößern.
Das von Nona Architektinnen umgesetzte Konzept basiert auf der Inspiration von Logistikhochregalen, die die Halle im Ursprungszustand dominierten.
Rathausquartier Hohenems
– vier Bauten, vier Architekten
Eine von der historischen Villa Rosenthal geprägte Innenstadt wird revitalisiert.
Beim Rathaus von Berktold Weber werden bisher über die Stadt verteilte Abteilungen menschenorientiert zusammengeführt. Die Gleichwertigkeit der Fassaden soll die Offenheit für alle Bürger symbolisieren und die ökologische Holzhybridbauweise hat uns bei vielen Projekten dieser Exkursion begleitet.
Im visuellen Kontrast hierzu steht die denkmalgeschützte Villa Rosenthal, dessen Restaurierung Architekt Ernst Waibel übernimmt. Historisch wertvolle Elemente erscheinen im neuen Glanz und werden mit dem kulturellen Nutzen als Literaturhaus wieder zum Leben erweckt.
Begleitend sorgen das A- und B-Gebäude des Rathausquartiers mit skulpturaler Formsprache und seriellem Holzbau für Wohnungen, die die gemischte Nutzung des Rathausquartiers abrunden. Geplant von Cukrowicz Nachbaur (A-Gebäude) und Hermann Kaufmann (B-Gebäude), geben sie der Innenstadt Ihren vielfältigen Charakter.
Gebäude 2226 in Lustenau
Eine Ikone von Baumschlager Eberle Architekten, die (unter den richtigen klimatischen Bedingungen) mit dicken Kalkputzwänden und Wärme abgebenden Leuchtmitteln komplett ohne klassischer Haustechnik fungiert.

LCT ONE in Dornbirn
Der Life Cycle Tower One – nach den Plänen von Hermann Kaufmann – ist ein Prototyp eines neuen modularen Holz-Hybridbausystems, das die ansässige Firma Cree mithilfe interdisziplinärer Partner umgesetzt hat. Holz- und Beton- Bauteile wurden bei regionalen Fachpartnern erstellt und mit speziell entwickelten Systemen zusammengeführt.
Ergebnis: das weltweit erste mehrstöckige Hybrid-Passivhaus aus Holz mit einem modularen Bausystem, dessen Montage gerade mal 8 Tage betrug.
„Lernräume, Handwerkskunst und Lichtarchitektur“
Unter diesem Motto ging es am zweiten Tag der Exkursion weiter. Besonders für die Bildungsstätten-Planer unter uns war der erste Programmpunkt ein definitives Highlight.
Bildungscampus Hittisau
Ein Bestandsobjekt, das mit Neubauten zu einem Bildungscampus erweitert wurde, beeindruckt an einigen Fronten. Sei es die Tatsache, dass sie seit über 3 Jahren in Betrieb ist und noch in einem sehr neuartigen Zustand ist – Straßenschuhnutzung, Macken und Kritzeleien Fehlanzeige – oder der eindrucksvolle Aufstieg zur Sporthalle und dessen Aussicht auf den Schul-Gemüsegarten und die Bergkulisse. Das minimalistische Zusammenspiel zwischen Holz, Beton und großen Fenstern sorgt für eine harmonische Grundlage nutzerorientierter Lernräume.
Werkraum Bregenzerwald
Regionales Handwerk – ein Stichpunkt, der im Laufe der Exkursion in vielen Raumdetails bereits mitschwingt – bekommt mit diesem Gebäude seine Bühne. Architekt Peter Zumthor schafft mit den Glas-Außenfassaden eine klare Einladung und eine Symbiose mit der Region, während innen bei schwarzem Unter- und Hintergrund die Werkstücke ganz klar zur Geltung kommen.


Kunsthaus Bregenz
Ähnlich aber doch anders geht es mit einem weiteren Gebäude von Peter Zumthor weiter. Hier kommt Kunst mit frei wählbaren Lichtverhältnissen zur Geltung. Die Milchglasfassade schafft Privatsphäre nach außen und streut innen das Licht – auch an den Decken der Obergeschosse sind diese Glasplatten angebracht. Durch Lücken zwischen Decke und Bodenplatte/Außenwänden und Glasplattenfassade der Etagen wird das Licht durchgehend gestreut und ist frei manipulierbar. Durch die minimalistische Materialwahl und Variabilität der Lichtverhältnisse wird eine neutrale Leinwand für die ausgestellte zeitgenössische Kunst geschaffen.
Fazit
„Die Exkursion ermöglichte intensive Einblicke in aktuelle Positionen nachhaltiger Architektur. Sie zeigte eindrucksvoll, wie aus dem Zusammenspiel von Innovation, Materialgerechtigkeit und kulturellem Kontext ganzheitlich überzeugende Bauwerke entstehen.“
Brigitte Raos in ihrem Beitrag auf architekturinform.com
„Die Exkursion ermöglichte intensive Einblicke in aktuelle Positionen nachhaltiger Architektur. Sie zeigte eindrucksvoll, wie aus dem Zusammenspiel von Innovation, Materialgerechtigkeit und kulturellem Kontext ganzheitlich überzeugende Bauwerke entstehen.“
Brigitte Raos in ihrem Beitrag auf architekturinform.com
Trotz einer einheitlichen Kernaussage der Projekte konnte mit dem Abwechslungsreichtum der Objekte Inspiration in mehreren Bereichen geschöpft werden – eine Rekalibrierung der eigenen architektonischen Werte und Sichtweise.